14. November 2017 StefanieEmmy

Ruhe & Gelassenheit – Üben ohne Druck

Üben ohne Druck

Größer, Besser, Schneller – Mehr!
Unser Alltag ist gespickt von Superlativen, besonderes dann, wenn wir im Berufsleben stehen. Jedoch auch im Privatbereich oder als Mutter und Haushaltsmagierin ist Leistungsdruck ein großes Thema.
Alles inklusive der zentralen Frage: Bin ich gut genug bei dem was ich tue?

Yoga kann – gerade wenn es aus der „Sport & Fitness“-Perspektive betrachtet wird – ganz ähnliche Gefühle hervorrufen. Hier heißt es dann: Tiefer beugen, weiter dehnen, länger halten, eleganter aussehen. Und dazwischen immer mal wieder ein verstohlener Blick zum Matten-Nachbarn um zu sehen, wie es bei ihm so läuft 😉

(Falls du dich hier ein wenig ertappt fühlst, sei beruhigt: Aus meiner Erfahrung kennen wir das alle, weil es schlicht weg ein zentraler Bestandteil unserer Gesellschaft ist, dass wir bewerten und vergleichen, um uns dann entweder besser oder schlechter zu fühlen.)

Yoga hat jedoch in seinem Ursprung und abseits des westlichen Denkens überhaupt nichts mit all diesen Dingen zu tun. Das Wichtigste beim Yoga ist aus meiner Sicht, dich mit Neugier und einem offenen Herzen auf die verschiedenen Asanas (Körperhaltungen) einzulassen, dabei aufmerksam dein Fühlen und Wahrnehmen zu beobachten, mit Geduld und Ruhe einen Schritt zu dir selbst zu machen.
Eben ganz ohne Druck.

Freu dich über jeden Fortschritt den du machst. Das können natürlich auch körperliche Ziele sein – sei es mehr Beweglichkeit, weniger Schmerzen, angenehm gedehnte & gestärkte Muskeln. Jedoch freu dich auch wenn es dir bei deiner nächsten Yogaeinheit zB gelingt, ganz bei dir zu bleiben und nicht an den Abwasch zu denken, der dich zu Hause noch erwartet.
Es ist ein Erfolg, wenn du plötzlich genug Kraft in deinen Armen hast, um eine Liegestütz zu machen. Es ist genauso ein Erfolg wenn du nach der Yogastunde so gelassen bist, dass dich der Trödler im Morgenverkehr nicht aus deiner Mitte bringen kann.

Das ist der Geist des Yoga. Übe entspannt, vermeide dich selbst unter Druck zu setzen.
Hol dir bei deiner Übungspraxis deinen „See der Ruhe“ (siehe Übung unten) ins Bewusstsein und verankere ihn in dir. Nimm ihn mit hinaus in deinen Tag …

In diesem Sinne:
Ruhe & Gelassenheit sei mit dir. 🙂
Glaub an dich und ruhe ganz in dir selbst.

Namaste, Alles Liebe
deine Stefanie

Atem & Meditation jeden Tag

„Ruhe & Gelassenheit“

Du benötigst für diese Übung zwei bis drei Minuten von deinem Tag. Du kannst die Übung im Sitzen, Liegen oder sogar im Stehen durchführen.

Wenn du möchtest und die Möglichkeit hast, wähle ruhige und entspannende Musik als Hintergrund (zB Josh Brill – Yoga Groove oder Jamie Lawrence – Meditation, ist auf YouTube und Spotify zu finden)

Los gehts …

Schließe sanft deine Augen und atme einmal ganz tief ein … und aus … Wiederhole dies gerne noch zwei, drei Mal … und lass dann deine Atmung ruhiger und sanfter werden …
Komm nach und nach in einen tieferen Atemrhythmus bei dem du die Ausatmung immer länger werden lässt …
Lass dann diese Ruhe, die durch deine Atmung entsteht, bei jedem Atemzug auf deinen Körper übergehen.

Deine Lungen sind wie ein See.
Du atmest ein und es strömt mehr Ruhe in den See …
Du atmest aus … und die Ruhe schwappt aus dem See in deinen restlichen Körper hinein …

Einatmen … den See der Ruhe füllen …
Ausatmen … der See geht über und die Ruhe füllt Atemzug für Atemzug deinen Körper mehr an … breitet sich langsam aus … erfasst deinen Oberkörper … deine Beine … deine Schultern und Arme … deinen Kopf …

Ruhe & Gelassenheit in deinem ganzen Körper.
Genährt von deiner Atmung …
Atme ruhig weiter, lass dich dieses Gefühl auskosten und genießen … und verankere es dann in dir … speichere es, um es zu behalten, mitzunehmen in deinen Tag oder deinen Abend …

Lächle dir selbst zu.
Du bist … Ruhe und Gelassenheit
Atme noch einmal tief ein … und ganz lange und entspannt aus …
Senke deinen Kopf, atme ein … und öffne dann ganz sanft wieder deine Augen.

Nimm die Ruhe & Gelassenheit aus deinem „See der Ruhe“ mit und wisse, dass du ihn jederzeit wieder anzapfen kannst wenn du Nachschub brauchst. Es ist DEIN See und er ist grenzenlos.

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